• Der Freischütz \ Daniel Kirch
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch und Julianne Borg
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch und Marcell Bakonyi
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch und Marcell Bakonyi
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch und Marcell Bakonyi
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Daniel Kirch, Simon Schnorr und Stefan Cerny
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Chor
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Chor
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Cornelius Hauptmann
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Franz Supper
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Karolina Plicková
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg
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  • Der Freischütz \ Karolina Plicková
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Karolina Plicková, Julianne Borg und Daniel Kirch
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  • Der Freischütz \ Marcell Bakonyi
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Marcell Bakonyi
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Marcell Bakonyi und Daniel Kirch
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Simon Schnorr und Chor
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Solisten und Chor
    © Christina Canaval
  • Der Freischütz \ Julianne Borg und Karolina Plicková
    © Christina Canaval

Der Freischütz

Carl Maria von Weber

08.01.2010

Synopsis

Das Salzburger Landestheater mit seinem intimen Raum ist für das deutsche Singspiel und die deutsche Spieloper ideal geeignet. Webers »Freischütz« wagte sich aus dieser Gattung am weitesten auf neues Terrain vor und bereitete damit den Boden für die Musikdramen Richard Wagners. Aus der Idylle des Försterhauses bricht das Übernatürliche hervor und stürzt die Menschen in existenzielle Bedrohungen.
Ein Mann in größter Not: Um seine Agathe heiraten zu können, muss Max einen Probeschuss abliefern, doch es will ihm kein Treffer mehr gelingen. So wird er williges Opfer seines teuflischen Kameraden Kaspar, mit dem er im Krieg war und Schlimmes durchgemacht hat. Alle verhöhnen Max, so dass er auf Kaspars Angebot eingeht, mit »Freikugeln« zu schießen. Die siebte gehört allerdings dem Teufel, der sie lenken kann, wohin es ihm beliebt. Agathe und ihre Freundin Ännchen versuchen vergeblich, die bedrückende Atmosphäre durch Späße aufzulockern - die Brautkrone wird durch eine Totenkrone vertauscht, und plötzlich scheint es so, als habe Max mit der Satanskugel seine eigene Braut erschossen. Bevor alle den Stab über ihn brechen, mahnt der Eremit, lieber das unmenschliche Prüfungsritual abzuschaffen. Die romantische Klangsphäre des »Freischütz«liegt bei dem neuen Musikdirektor Leo Hussain in besten Händen: Die Schauer der Wolfsschlucht, die protzende Pracht der Jägerchöre, die Anmut der verängstigten Frauenwelt, die Ausdruckskraft und Blut, in denen sich Grundängste unseres Daseins manifestieren.

Reviews

Landart mit englisch getöntem Flair

"Seit Freitag steht Carl Maria von Webers »Der Freischütz« auf dem Spielplan – und es ist ein musikalischer Leistungsbeweis, dass man im vergleichsweise kleinen Haus durchaus anspruchsvolle Oper machen kann. Denn obwohl das Werk mit seinen abgeschlossenen Nummern, den gesprochenen Dialogen und den melodramatischen Partien Züge der Spieloper trägt, sind Struktuer und der Anspruch an Sänger und Orchester komplex. Es zeugt von der Sorgfalt der Vorbereitung und Ausführung, dass Opernchef Leo Hussain eine dezidierte Haltung zu erkennen gibt. Schon die Ouvertüre lässt durch fein tarierte Details aufhorchen, durch nicht nur oberflächlich aufgetragene Klangfarben, durch dramaturgisch lebhaftes Wechselspiel. Das bestens disponierte Mozarteumorchester folgt ihm durch Wald und Haus, Hochzeitsfesttag und dunkle Schicksalsnacht mit delikaten Klangmomenten. Das neu formierte Hausensemble bewährt sich gut.
Simon Lima Holdsworth hat Choristen und Solisten nach englischer Landart und kleinbürgerlicher Attitüde der Fünfzigerjahre gekleidet, was ein buntes Bild ergibt. Pittoresk sind vor oder hinter einer Glasfensterwand die Baumstämme und die etwas groß geratene »gute Stube« samt Bar.«

Salzburger Nachrichten

Das Böse im Förstersohn

"Deutsche Romantik und britische Kleinbürger: Was auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen will, kann sich als durchaus reizvolle Verbindung entpuppen. Jedenfalls hat die irische Regisseurin Annilese Miskimmon durch heimatliche Elemente in ihre Inszenierung des Singspiels »Der Freischütz« von Carl Maria von Weber im Salzburger Landestheater eingebaut.
Von Beginn an begegnet uns die Försterwelt als düster-doppelbödiger Rahmen für die Doppelmoral der prüden Fünfziger. Ein Heer von Karo-Mustern dominiert die Bühne, die Damen zieren Föhnfrisuren aus der Wirtschaftswunderzeit.
Das Publikum zeigte sich in Geberlaune. Das mag auch am Mozarteumorchester gelegen haben, das im Graben für zusätzlichen »Thrill« sorgte. Leo Hussain leitet die Musiker zu dynamischem, packendem Spiel an.«

SVZ