• Iure de Castro, Lúcio Kalbusch, Flavio Salamanka und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro, Lúcio Kalbusch, Flavio Salamanka und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Pedro Pires, Iure de Castro, Larissa Mota, Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
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  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Pedro Pires, Iure de Castro und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro, Lúcio Kalbusch und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro, Lúcio Kalbusch und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Chigusa Fujiyoshi, Lúcio Kalbusch und Pedro Pires
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  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
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  • Márcia Jaqueline, Lúcio Kalbusch und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Larissa Mota
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  • Iure de Castro und Larissa Mota
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  • Larissa Mota
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  • Flavio Salamanka, Iure de Castro und Márcia Jaqueline
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  • Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline
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  • Flavio Salamanka, Márcia Jaqueline und Iure de Castro
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  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Iure de Castro und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline, Flavio Salamanka und Iure de Castro
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Ensemble
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Márcia Jaqueline und Flavio Salamanka
    © Anna-Maria Löffelberger
  • Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline
    © Anna-Maria Löffelberger

Othello

Reginaldo Oliveira

World premiere / A ballet inspired by William Shakespeare

Premiere 03/11/2018 Salzburg State Theatre

Synopsis

Othello came to Venice as an immigrant and has made it big in his new home, with a brilliant career and his marriage to Desdemona, a gorgeous and influential Venetian. His success soon attracts envy. Iago feels that he has been passed over for a promotion by Othello and seeks revenge. Unable to blame Othello for any professional or social lapses, Iago decides to accuse Desdemona of infidelity. And in this Iago actually hits a sore spot with Othello, because no matter how well Othello seems to have adjusted to his new social circles, he lacks basic trust in the people around him. Iago’s feelings of being overlooked and unappreciated together with Othello’s fundamental mistrust of people are a recipe for disaster.

Inspired by Shakespeare’s famous tragedy Reginaldo Oliveira’s choreography explores the human yearning for recognition and safety and reveals the abyss that opens up inside us if we feel that these needs are spurned.

William Shakespeare’s “Othello” was created around 1604 and still confronts us with the issue of identity, its origin and its fragility. Shortly before he commits suicide, Othello himself wishes to be remembered thus: “Then must you speak of one that loved not wisely, but too well; of one not easily jealous, but being wrought, perplexed in the extreme.”

During the DIONYSIA theatre festival at the Felsenreitschule in the autumn of 2017 Reginaldo Oliveira made his debut as the Salzburg State Theatre’s new chief choreographer with “Medea – Der Fall M.” – a great success with critics and audiences alike. With “Othello” the head of the ballet division creates his first full-length narrative ballet for the Salzburg State Theatre.

Reviews

"Reginaldo Oliveira gelingt es in seinem Handlungsballett „Othello“ die Ikone unter den Bösewichten der Theatergeschichte nicht nur gestochen scharf zu charakterisieren, sondern die Ursprünge seines beispiellosen Handelns herauszustellen. Nach seiner sommerfrischen Hommage „Balacobaco“ an seine Heimat Brasilien landet er mit seiner ersten abendfüllenden Arbeit im Landestheater einen Volltreffer.

Von der ersten Minute an fesselt das zweistündige Kammerspiel durch die differenzierte Figurenzeichnung, die in präziser Abstimmung mit der Musik einhergeht.

Othello und Desdemona besetzt der Choreograf mit seinem Traumpaar Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline, deren anfängliche tänzerische Anmut und Brillanz sich langsam in wütende Entfremdung verwandelt und zuletzt in der Gewalttat auflöst.

Offenbar dürfte am Landestheater wieder mehr Spitze getanzt werden. Oliveira setzt die alten Bewegungsformen aber nicht zum Selbstzweck ein, sondern kreiert daraus eine Tanzsprache, die erzählt und die Handlung vorantreibt.

Das Publikum ließ sich auf diesen Ballett-Thriller ein und bejubelte die Uraufführung am Samstag ausdauernd.“

Salzburger Nachrichten

"Es ist die erste abendfüllende Aufführung, die der brasilianische Choreograph mit dem hoch motivierten, technisch vorzüglichen Ensemble erarbeitet. Aufgezeigt hatte Oliveira schon in der Großproduktion „Dionysien“ in der Felsenreitschule. Die damals aufkeimenden Erwartungen haben sich nun auch in der großen Fläche erwiesen. Oliveira baut weniger auf formalistische Ballett-Bravour, sondern legt mehr Wert auf die Körper-Erzählungen, die aus dem Tanztheater kommen. Die vielen Pas de deux´ - das pulsierend pochende Herzstück dieser Choreographie – sind ausdrucksstarke, mächtige Bilder von Liebe, Verrat, Intrigen, Verwerfungen, Wut und Selbstzerstörung. Sie treiben die Dynamik des Unheils voran.“

Kronen Zeitung

"Mit dem Brasilianer Oliveira als neuem Ballettleiter seit der vergangenen Saison kann sich das Landestheater zu einem Glücksgriff gratulieren. Der vielschichtige Ballettkünstler zeigt sich als Choreograf voller Fantasie, Kreativität und Kompetenz, der die Tänzer zu hohen Leistungen herausfordert. Er gibt dem Handlungsablauf plastische tänzerische Gestalt in einer Mischung aus klassischer Basis und Formen modernen Ausdruckstanzes, kombiniert und angereichert mit einer Vielzahl persönlicher Elemente und eigenwilliger Ideen. Dabei entwickelt er die Geschichte klar strukturiert, wenn Jago aus Enttäuschung über die Beförderung Cassios einen Rachefeldzug startet, in dem er mit einer Intrige Othellos Eifersucht schürt bis hin zum Siedepunkt. Als Indiz dient hier ein dekorativer roter Schal, mit dem Othello Desdemona zuletzt erwürgt. Große Anerkennung für die glänzende tänzerische Gestaltung gebührt dem Othello von Flavio Salamanka und der Desdemona von Márcia Jaqueline. Ihre Pas des Deux’ sind die herausragenden Momente des Abends, vom anfänglichen "Liebesduett" über die sich stets steigernden zwiespältigen Begegnungen bis hin zum letalen Ende. Besonders eindringlich gestaltet Salamanka das aussichtslose Ende, als er merkt, dass Desdemonas Lebenslicht unwiederbringlich erloschen und er der Intrige aufgesessen ist. Beide sind auf das Höchste gefordert und gestalten mit großer Bravour, im tänzerischen Körpereinsatz ebenso wie im künstlerischen Ausdruck. Auch Iure de Castro beeindruckt mit Intensität im gut charakterisierten Rollenporträt des Jago, von Larissa Motas Emilia entsprechend ergänzt.

Der große Tanzabend als neue Perle für den Theaterspielplan findet Wiederholungen im November und Dezember bis Februar und weiter durch die ganze Saison.“

Reichenhaller Tagblatt

"Nachdem Flavio Salamanka und Márcia Jaqueline als klassisches Traumpaar in „Cinderella“ und im „Nussknacker“ mit Happy End das Salzburger Publikum begeisterten, sind diesmal andere Gefühle gefragt: wilde Eifersucht, Wut und Hass bei Flavio als Othello sowie Unverständnis, Furcht und Angst bei Márcia als Desdemona. Vom grandiosen Liebes-Pas-de-deux zu Beginn bis zum tragischen Finale wird ihr Wechselbad der Gefühle, verstärkt durch eine intensive musikalische Untermalung, klar und deutlich sichtbar.

Ein ganz außergewöhnlicher Ballettabend mit grandiosen tänzerischen Leistungen und starken Bildern. Modernes Tanztheater vom Feinsten.“

Dorfzeitung

"Am Ende versinkt der tragische Held in Verzweiflung, denn Othellos Mord an Desdemona fußt auf Neid, Eifersucht und Intrige. Der Körper ist zu keinerlei Ausdruck mehr fähig, sogar die Musik schweigt. Das Geschehen macht sprachlos, obwohl es bereits sprachlos ist. William Shakespeares Drama „Othello“, dessen Ausgang unausweichlich auf eine menschliche Katastrophe zuläuft, hat Reginaldo Oliveira in seinem ersten abendfüllenden Tanzstück als Chefchoreograph am Salzburger Landestehater zu einem Panoptikum abgründiger Emotionen werden lassen. Das Publikum zeigt sich bei der Premiere der Produktion begeistert.

Die expressive Tanzsprache Oliveiras scheint dafür wie geschaffen. Garant für diese tänzerische Qualität ist einemal mehr der Karlsruher Kammertänzer Flavio Salamanka. Dieser bringt seine gesamte darstellerische Reife in die ihm wie auf den Leib geschriebene Rolle ein.

Die konzise Dramaturgie (Maren Zimmermann) wird auch von dem bewährten Ausstatter-Team des Choreografen aufgenommen. Die Bühne von Sebastian Hannak dreht sich wie das Schicksalsrad, auf das Othello augesprungen ist. Die Kostüme von Judith Adam deuten zarte historische Verortungen in der Renaissance an, sind aber von solch geradliniger Schlichtheit, dass die Überzeitlichkeit des Stoffes jederzeit Bestand hat.

Am Ende bleibt die beinahe erlösende Stille, welche das menschliche Desaster besiegelt.“

Badische Neueste Nachrichten